[unser] Gymnasium will Unesco-Schule werden

Lokalzeit Bergisches Land vom 08.07.2013

Schüler und Lehrer des Johannes Rau Gymnasiums in Wuppertal haben ein ehrgeiziges Ziel: Als erste Schule im Bergischen soll ihr Gymnasium „Unesco Schule“ werden. Bisher gibt es ca. 200 Unesco Schulen in Deutschland. Und die Aufnahme-Kriterien, um in diesen besonderen Kreis aufgenommen zu werden, sind hoch.

[Anmerkung des Homepage-Editors: Leider hat der WDR den Inhalt inzwischen aus dem Netz genommen].

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Bild mit freundlicher Genehmigung des wdr

Undercover unter Nazis

Im Rahmen der von Frau Uhl organisierten Aktivitäten zu „Schule ohne Rassismus“ fand am  25. Juni 2013 in der Aula eine kostenlose Filmvorführung statt.

Gezeigt wurde der einstündige Film von Thomas Kurban, einem Journalisten, dessen Name ein Pseudonym ist, und Peter Ohlendorf, dem ihn begleitenden Autor und Regisseur. Das Publikum bestand aus älteren Schülern unseres Gymnasiums.

Thema des Films ist der Teil der Jugendszene, auch im europäischen Ausland, der unter Einfluss von Neonazis steht. Kurban drehte im Laufe mehrerer Jahre mit versteckter Kamera rund vierzig Dokumentationen auf Rechtsrock-Konzerten und berichtet von entsprechenden Hasstexten und nicht zuletzt dem florierenden Markt mit CDs sowie entsprechendem gewinnbringenden Merchandising-Artikeln.

Gleichzeitig enthält der Film aus Sicherheitsgründen auch fiktionalisierte Elemente, wie die Verkleidung des Protagonisten oder die Verfremdung seiner Stimme.

Im Anschluss an die Vorführung gab es in der Aula noch eine lebhafte Diskussion sowohl über Inhalte und Entstehung des Films als auch über die wichtige Frage, was man man gegen das Wirken von Neonazis unternehmen kann.

Der Regisseur war anwesend, ebenfalls N. Weinrowsky vom Medienprojekt Wuppertal sowie N. Bramkamp von der Initiative Demokratie und Toleranz.

Während das Medienprojekt in erster Linie aufklärt und Jugendlichen zudem Gelegenheit und Möglichkeiten bietet, selbst Filmprojekte durchzuführen, kann man sich bei der Initiative Rat und Beistand holen. Beide hatten es ermöglicht, dass der Film den Schülern kostenlos gezeigt werden konnte.

Am UNESCO-Tag wurden übrigens auch Workshops zu diesem Thema angeboten.

UNESCO-Projekttag 2013

IMG_0488Nach den nahezu einstimmigen Beschlüssen, UNESCO-Projektschule werden zu wollen, und mit einem starken Aufbruchswillen ging es ab Herbst 2012 an die Planung unseres ersten Projekttages. Sehr schnell äußerten Schülerinnen, Schüler und das Kollegium den Wunsch, den Projekttag als Tag für die Durchführung von vielen selbst entworfenen ProjektIMG_0567en zu verstehen. Die maximale Wahlfreiheit für alle bedeutete einen enormen Organisationsaufwand, der sich aber gelohnt hat.
Wir hatten die Multivisionsveranstaltung FAIR FUTURE zum ökologischen Fußabdruck in IMG_5610-filteredAulaveranstaltungen zu Gast, Amnesty International arbeitete mit Schülerinnen und Schülern zur Menschenrechtsproblematik und zur Todesstrafe. Moosgraffitis entstanden ebenso wie Stencils in unserem Haus. Internationale Küchentraditionen wurden konkret in leckeren Gerichten erprobt, künstlerisch wurde das Anderssein angegangen.
Dass unser Weg richtig ist, wurde klar.

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